Bürgermeister bevorzugt saubere Lösung
Bürgermeister bevorzugt saubere Lösung
Löningen - Der Name ist nüchtern und kommt aus der Verwaltungssprache: „Fernwärmeprojekt Römisch Zwei“ heißt das neuste Bauvorhaben der Stadt Löningen. Heißt: Gasleitungen in einer Gesamtlänge von 4000 Meter und so genannte Wärmenetzleitungen von 12 000 Meter werden bis Frühjahr 2011 entlang der Straße „Am Mühlenbach“ verlegt. Sie sollen direkt zu den Betreibern der Biogas-Anlage GF-Bioenergie-Hasetal GmbH führen, die bereits ein Blockheizkraftwerk unterhalten und die Stromproduktion um zwei weitere Blockheizkraftwerke aufstocken wollen. Die dabei anfallende Abwärme wird der Stadt Löningen zur Verfügung gestellt.
Zum Hintergrund: „Das Projekt ist eine Fortsetzung des Fernwärmekonzepts Römisch Eins, das vor zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde“, erklärte Löningens Bürgermeister Thomas Städtler am Dienstagnachmittag beim offiziellen Spatenstichtermin.
Seit diesem Zeitpunkt haben das örtliche Hallenbad und einige Schulen schon umgerüstet: Sie werden mit der vom Biogas anfallenden Abwärme versorgt.
Weitere städtische und kirchliche Einrichtungen wollen jetzt nachziehen. Dazu gehören die Maximilian-Kolbe-Schule in Löningen, die Berufsbildenden Schulen Weldemannsweg, die Turnhalle und der Jugendtreff Stockkamp, die Gelbrink-Schule mit den umliegenden Gebäuden, die Caritas-Bibliothek, die St.-Vitus-Kirche sowie Wellenfreibad, Krankenhaus, Altenheim, Rathaus und Bahnhofsgebäude.
„Bis zu 13 000 Euro kann zum Beispiel das Krankenhaus jährlich an Stromkosten einsparen“, erklärte der zuständige Ingenieur Norbert Averdung die Vorteile. Bis sich durch das Fernwärmekonzept aber tatsächlich ein erster wirtschaftlicher Nutzen einstellt, ist es noch ein weiter Weg. Überschüsse müssten zur Tilgung des Kredits eingesetzt werden, sagte Städtler. 2,3 Millionen Euro hat das Bauvorhaben die Stadt insgesamt gekostet. Bezuschusst werde das Bauvorhaben durch Fördermittel, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau bewilligt habe.

