Das Geld für Wärme bleibt im Dorf
Das Geld für Wärme bleibt im Dorf
Seit geraumer Zeit ist das Altdorf Stoetze schon an die Wärmeleitung angeschlossen. Die Saatbau Stoetze nutzt die Wärme für die Kornbrennerei im Dorf, die Industriealkohol produziert und auch die Siedlung Humanopolis bezieht die Wärme von einem Blockheizkraftwerk der Anlage. Jetzt werden nochmals rund 200 000 Euro investiert, um auch dem Rest des Dorfes die Möglichkeit zu schaffen, sich an die Fernwärmeleitung anzuschließen.
Zu den bislang verlegten 1,5 Kilometern Leitung kommen noch einmal 400 Meter zur Ringleitung hinzu und ein Wärmepuffer sorgt dafür, dass auch dann die Wassertemperatur nicht zu stark absinkt, wenn alle Menschen im Dorf gleichzeitig die Heizung aufdrehen und duschen gehen.
Schon jetzt werden dadurch in Stoetze rund 200 000 Liter Heizöl eingespart und durch die Blockheizkraftwerke bei der Saatbau und der Siedlung Humanopolis noch etwa die gleiche Menge dazu.
„Geld, das im Dorf bleibt und nicht nach Saudi-
Eigentlich also eine Geschichte, bei der alle Seiten gewinnen, aber den Anlagenbetreibern bläst derzeit der Wind ins Gesicht. Umweltminister Hans-
„Die 6 Milliarden Euro Umsatz, die in Deutschland mit Biogas umgesetzt werden, sind eine Größe, die bei den Konzernen Begehrlichkeiten wecken“, argwöhnen die Betreiber, die für die nächsten zwei Jahre einigen Biogasanlagen Pleiten vorhersagen. Dass die Laufzeiten für die Atomkraftwerke verlängert wurden, werde Folgen für die Förderung der erneuerbaren Energien haben, da sind sie sich sicher. „Beides zusammen geht nicht“, sagt Borgard und verweist auf die Windräder, die aus dem Wind gedreht werden, wenn zu viel Strom an der Börse ist. Da sehe man die Folgen heute schon.
Quelle: www.az-online.de Stoetze - Von Jürgen Köhler-

